Diagnose-Simulation

Highlights

Die samtec VCIs HS+ und HSX verfügen über leistungsfähige Diagnosesimulatoren. Im Simulatorbetrieb verhält sich das VCI wie ein Steuergerät, indem es die Diagnoseanfragen eines Testers beantwortet wie das echte Steuergerät. Für den Tester ist der Simulator äquivalent zu einem Steuergerät. Die Simulatoren sind Multiinstanzfähig, so dass mit einem VCI mehrere Steuergeräte bis hin zum ganzen Fahrzeug gleichzeitig simuliert werden können. Natürlich werden mehrere Busse und Diagnoseprotokolle gleichzeitig unterstützt.

Funktionsweise

Die Erstellung einer Simulation wird in 2 Schritten realisiert, die für jedes Steuergerät durchgeführt werden müssen:

  1. Setzen der Kommunikationsparameter des Steuergerätes (Bus, Protokoll, Baudrate, Timings, Diagnoseadressen,…)
  2. Definieren des Antwortverhaltens: Es werden mehrere Empfangstrigger definiert, die jeweils eine Antwort auslösen. Komplexe Abläufe können durch die zusätzlich verfügbare C-Scripting Engine „Blocksequenzer“ an jede Anforderung angepasst werden.
Setzen der Kommunikationsparameter
Abbildung 1: Setzen der Kommunikationsparameter

 

Das Setzen der Kommunikationsparameter wird über den grafischen Parameterdialog gemacht. Die Defaulteinstellungen der meisten Parameter können so übernommen werden. Oft muss nur die Steuergeräteadresse eingestellt werden.

 

Beispiel mit statischer Simulation
Abbildung 2: Beispiel einer statischen Simulation

Das Antwortverhalten wird über den grafischen Blocksequenzer definiert. Im Blocksequenzer können zeilenweise Trigger gesetzt werden. Im Diagnosesimulator ist ein Trigger typischerweise ein Teil oder der vollständige Diagnoserequest des Testers. Der Trigger wird durch Empfang der entsprechenden Daten aktiviert. Der Rx-Trigger „36“ akezptiert z.B. alle Diagnosebotschaften, mit dem Diagnoseservice „TransferData“ beginnen.

 

Beispiel mit dynamischer Simulation
Abbildung 3: Beispiel einer dynamischen Simulation

Nach einer optionalen  Zeitverzögerung wird ein statischer Datenblock an den Tester zurückgeschickt oder eine von Ihnen definierte C-Funktion ausgeführt. Innerhalb dieser Funktion haben sie Zugriff auf die empfangenen Daten und können dynamisch eigene Diagnosebotschaften erstellen und an den Tester zurückschicken. So können beliebig komplexe Simulationen erstellt werden. Im Beispiel oben wird eine typische Simulation für das Flashen eines Steuergerätes über den UDS Service „transferData“ gezeigt. Der UDS „blockSequencerCounter“ im zweiten Byte des Diagnoserequests muss in der positiven Antwort des Steuergerätes wieder mit an den Tester gegeben werden. Mit obiger Zeile wird dies erreicht, indem zuerst ein 2 Byte großer Sendebuffer mit den „blockSequenceCounter“ des Requests intialisiert. Anschließend wird die Antwort an den Tester über die Funktion „sSend“ verschickt.

 

Die Simulatoren laufen in Echtzeit in der Hardware und erreichen daher bestmögliche Performance. Über den residenten Blocksequenzer können sie die Simulationen sogar unabhängig vom PC im VCI betreiben. Nach dem Download der Simulation in das VCI startet dieses die Simulationen selbstständig sobald das VCI mit Spannung versorgt wird.

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